
Was verbindet Sie mit Deutschlands einziger Hochseeinsel Helgoland?
Was macht Helgoland für Sie so einzigartig?
Die drei schönsten Berichte werden auf unserer Homepage veröffentlicht - Die Beste sogar im Bordbuch des Halunder Jet.
Bei den vielen schönen Erlebnissen war es nicht leicht eine Auswahl zu treffen, denn jeder der Geschichten ist eine Veröffentlichung wert. Letzendlich kann es aber nur einen Gewinner geben und das ist Frau Christine Göhrke aus Bochum. Herzlichen Glückwunsch!
Lesen Sie nun hier die drei schönsten Erlebnisse, darunter auch die Gewinnerstory aus Bochum.
Wir danken allen Einsendern für die tollen, spannenden, erlebnissreichen Berichte und freuen uns auf eine schöne Helgolandsaison 2012 mit euch!
Schon einige Male haben wir die Insel besucht und erkundet. Dazu waren wir einige Stunden oder einige Tage dort und haben immer besondere Erlebnisse und Eindrücke mitbringen können.
Unser letzter Urlaub war allerdings etwas Besonderes: Es war der 6. Oktober 2011. Bereits den zweiten Tag sollten keine Schiffe mehr nach Helgoland kommen, da die See sich rau und stürmisch zeigte. Die Windböen wirbelten durch jedes Eckchen der Insel, besonders nachts jaulten und ächzten die Balken der Holzhäuser und auch tagsüber brachen sich immer größere Wellen an der Mole. Also genau unser Wetter!! Man könnte sagen, darauf hatten wir gewartet… Warm eingepackt machten wir uns auf dem Weg zur Langen Anna und auch wenn wir schon die Mütze mit der Kapuze zu fixieren versuchten, sie flog uns doch immer wieder vom Kopf. Ganz alleine besuchten wir die Lange Anna, saßen bei Windstärke 8 auf der Bank und beobachteten, was die raue See anspülte und lachten immer wieder bei dem Versuch, gegen den Wind anzukommen oder mal wieder die Mütze einzusammeln. Auch die Regenschauer konnten uns nichts anhaben – ab nach Hause, duschen, warmer Tee, neue Klamotten und weiter geht’s…
Jetzt sollte es aber erst einmal Frühstück geben. Der Kaffee war gerade durchgelaufen, der Tisch war gedeckt – nur die Brötchen brauchten noch einen kurzen Moment im Backofen. ZACK: Licht aus, Backofen aus, Radio aus… Stromausfall! Na gut, wo war der Sicherungskasten? Aber beim Sicherungskasten war alles in Ordnung. Der Stromausfall aber blieb… auch die anderen Hausbewohner rätselten schon, ob sie ein Einzelschicksal erlitten oder wir eben alle Stromausfall hatten. Naja gut, ein Frühstück im Kerzenschein ist ja auch mal schön – fehlten nur noch die Brötchen. Kurzerhand führte dann also unser Weg durch den Hagel in die Inselbäckerei auf dem Oberland. Auch hier kein Strom, aber sie war noch geöffnet und wir bekamen unsere Brötchen. Drei Kerzen standen auf dem Tresen und ohne Kasse wurden dann eben die letzten Backwaren verkauft. Dann kamen noch zwei Handwerker dazu und sorgten für Heiterkeit. Sie fragen die Bäckereifachverkäuferin:“ Sag mal, Ilse, seit wann hast du eigentlich am dritten Advent geöffnet???“ Diesen Humor zu dem stundenlangen Stromausfall hätten wir auch vielen mies gelaunten Urlaubern gewünscht.
P.S.: Die Insel war während des Stromausfalls noch nie so voll. Alles mit zwei Beinen schien nachzuschauen, ob irgendwer wieder Strom hat und die Läden wieder geöffnet haben.
P.P.S.:Es gab genau einen Ort, der trotzdem Strom hatte ?> die Telefonzelle an den Hummerbuden im Unterland.
Mein Mann und ich erlebten ein kleines Wunder, als wir vor 3 Jahren Anfang Dezember zu meinem Geburtstag 3 Tage auf Helgoland verbrachten.
Wir fuhren am Vormittag nach unserer Ankunft am Nachmittag vorher bei ziemlich ungemütlichem Dezemberwetter auf die Düne hinüber, um Spazieren zu gehen. Es soll Robbenbabys um diese Zeit geben, das hatten wir gelesen, aber ob wir welche sehen werden, glaubten wir eher nicht.
Wir begannen unseren Rundweg auf der Westseite, ließen die Gedanken fliegen, zogen Kapuzen und Mützen tief in die Stirn und genossen die Natur, die ganz alleine für uns dazu sein schien........Das Schild "30 m Abstand zu Robbenbabys bitte einhalten" hatten wir gelesen, aber was war das denn? Direkt vor unseren Füßen, 2 bis 3 m entfernt lag ein weißgraues Robbenbaby schlafend und wir hatten es bei dem grauen Wetter mit seiner perfekten Tarnfarbe fast übersehen. Wir waren gerührt und sehr erstaunt gleichzeitig, vergrößerten die Distanz ein wenig, um es nicht zu stören und sahen beim Weitergehen noch sehr viel mehr Robbenbabys.
Dieses uns sehr bewegende Erlebnis forderte uns förmlich auf, im Sommer darauf die Insel und ihre Tiere zu einer anderen Jahreszeit zu erleben. Wir wählten ein x-beliebiges Datum und dachten uns wieder gar nichts besonderes dabei..........
Glückspilze, die wir bezüglich dieser spannenden und schönen Insel wohl sind, hatten wir unsere Tage auf Helgoland direkt zur Zeit des Lummensprungs gewählt, machten eine hoch informative Führung mit und standen jeden Abend in der Dämmerung auf Beobachtungsposten - leider ohne Fernglas, was uns sicher nicht wieder passieren wird.
Ich glaube kaum, dass diese Erlebnisse einen besonderen Seltenheitswert haben, aber gerade weil sie jeder erleben und beobachten kann, sind sie für uns ein sehr ausgefallenes Naturschauspiel und mit das Schönste, was wir jemals - zusammen sind wir 132 Jahre alt - im Urlaub erlebt haben.
Es war Sommer und ich litt unter Burn out. Ich war also krankgeschrieben. Laut Arzt durfte ich alles tun was mir gut tut und Freude macht….. warum also nicht einen Ausflug nach Helgoland !
Dort war ich schon sooo lange nicht mehr.
Es war ein schöner Sommertag und mein Mann und ich fuhren nach Cuxhaven. Da mir beim letzten Mal ( es war während meiner Schulzeit…) bei der Überfahrt nach Helgoland auf dem Schiff etwas übel geworden war, wollten wir die Fahrt in einem Katamaran versuchen.
Die Überfahrt war super, - es ging schnell und sanft über die Wellen hinweg. Die Möwen konnten uns kaum folgen und nach einer guten Stunde waren wir schon auf der Insel, die so geschichtsträchtig ist. Hier wurde schließlich das Deutschland – unsere Nationalhymne - gedichtet .
Ein erstes Foto von den bunten Hummerbuden, idyllisch, bezaubernd. Die günstigen Einkaufsmöglichkeiten ließen wir erst einmal außer Acht!
Der Weg führt uns weiter bergauf. Die Sonne scheint schön, dass selbst die Möwen ein schönes Portrait abgeben .. blaues Meer, weißer Sand , grünes Land, kreischende Möwen , einfach wunderbar. Von hier oben hat man eine tolle Aussicht über das Meer. Wir können die Schiffe im Hafen sehen und die Schiffe die nicht im Hafen anlegen können und wie früher kurz vor der Insel den Anker setzten, um die Touristen in kleinen Beibooten auszubooten.
Das Gras ist grün und das Land rot, wir spazieren weiter zum Lummerfelsen. Leider sind die kleinen Lummen schon todesmutig in den Abgrund gesprungen, von daher entgeht uns in diesem Jahr diese große Attraktion.
Trotzdem ist auf dem Felsen jede Menge Betrieb. Nachdem wir die „Lange Anna“, das Wahrzeichen der Insel passiert haben, geht es langsam hinunter Richtung Meer. Wir riechen die salzige Meer-Luft und genießen den warmen Wind. Gleich gegenüber ist die Badeinsel…..mir schießt die Überlegung durch den Kopf hier auch einmal Urlaub zu machen. Wir machen Pause auf einer kleinen Bank von der aus man einen wunderschönen Blick auf die unendliche Weiten des Meeres hat.
So langsam macht sich ein kleines Hungergefühl breit, nach diesem Rundgang durch die idyllische Natur – Seeluft macht hungrig.
Auf ins Getümmel und ein nettes Lokal aufsuchen. Wir werden fündig und stärken uns ersteinmal-. Es gibt leckere Torte und „tote Tante“, ein Getränk aus Kakao und Weinbrand.
Da wir nun gestärkt und an dem Ort – wo es die meisten Touristen hinzieht – sind , nutzen wir die Gelegenheit zollfrei einzukaufen.
Natürlich darf auch ein kleines Andenken an diesen wunderschönen Tag nicht fehlen.
Leider war es nun auch an der Zeit zurück zum Hafen - wieder vorbei an den tollen Hummerbuden – zu gehen. Zu guter letzt noch ein Foto geschossen und dann ging es an Bord.
Nach einer wiederum sehr ruhigen Rückfahrt endete dieser schöne Tag. Ein Tag der Ruhe , Beschaulichkeit und wunderbares Eindrücke… kein Gedanke an Arbeit oder Probleme, einfach nur entspannend…
Helgoland ,- wir kommen wieder!!!!



